Das Haus in dem ich wohne . . . 2005
Kunstraum Marion Scharmann, Köln
 
 
 
...Weitaus abstrakter definiert die Schweizer Künstlerin Patrizia Karda den Begriff „Häuslichkeit“. Die Künstlerin verwandelte den Ausstellungsraum in eine „Grotte“ und stellte den Strukturen im Raum „fotografische Interventionen“ und Papp-Gebilde gegenüber, die unterschiedliche Gesteinsformen darstellten. Das bedeutet einen Verweis auf „Historie“ im doppeldeutigen Sinne, nämlich einmal auf die Höhle oder Grotte als prähistorische Urform einer Behausung und zum anderen auf die konkrete Geschichte des Ausstellungsraumes in der ersten Etage eines Wohnhauses.
 
Es schien, als habe mit der Grottenbildung die Natur sich deses Terrains bemächtigt und unbewohnbar gemacht. Mit künstlerischen Gesteins-Imitaten als Exponat, die motivlich der Aussenwelt entlehnt sind, wird das Interieur bewusst konterkariert...
Jürgen Raap
Kunstforum, Der Geist der Schwelle. Häuser II
Band 184, März/April 2007
 
Installation aus Karton / Diaprojektionen / Masse variabel